Ehrenmäler

Triumphbögen

Zu den wichtigsten Bauten mit propagandistischer und rein dekorativer Funktion gehört der Ehren- oder Triumphbogen (Arcus triumphalis), der überall im Reich zunächst von Feldherren, später vom Senat und während des Prinzipats von den Kaisern selbst errichtet wurde, um einen militärischen Sieg zu feiern. Er war als einfacher Torbau mit einem oder drei Durchgängen gestaltet und häufig von Ehrenmälern in Form grösserer Skulpturengruppen gekrönt, die den Geehrten mit seinem Gespann darstellten. Erst in der römischen Kaiserzeit erfuhren sie eine aufwendigere Gestaltung und wurden mit schmückenden Relieftafeln versehen, die den Anlass der Ehrung zuweilen in allegorischer Form darstellten. .

Einer der am besten erhaltenen römischen Triumphbögen, zu deren Verzierung in der Regel Säulen der korinthischen oder der Kompositordnung verwendet wurden, ist der Titusbogen (um 81 n. Chr.) auf dem Forum Romanum und der Constantinsbogen (315 n. Chr.) in der Nähe des Kolosseums. Auch ausserhalb Roms wurden geschmückte Triumphbögen errichtet, wie der Bogen mit 14 Tafeln zu Ehren Trajans in Benevento (Süditalien, um 114 n. Chr.) oder der Tiberiusbogen (25 v. Chr.) in Orange, der mit Darstellungen von Kriegstrophäen und gefesselten Gefangenen, Kampfszenen zwischen Römern und Galliern, erbeuteten Waffen und Rüstungen geschmückt ist.

Siegessäulen und Altäre

Gelegentlich wurden auch monumentale Siegessäulen in Form von Obelisken mit gewundenen Relieffriesen errichtet, die erfolgreiche römische Feldzüge illustrieren sollten. Die erste und grösste Säule dieser Art, die Trajanssäule, wurde nach 113 n. Chr. auf dem Trajansforum in Rom von dem Architekten Apollodoros von Damaskus errichtet. Auf ihr sind Szenen aus dem Dakerfeldzug des römischen Heeres an der Nordostgrenze des Reiches dargestellt. Durch neuartige Kombination der Bauglieder entwickelten die Römer weitere architektonische Typen, die als Träger von Reliefschmuck mit religiös-allegorischem Sinngehalt dienten. Ein herausragendes Beispiel ist die Ara Pacis Augustae (Altar des Friedensbringers Augustus, 13 bis 9 v. Chr., zunächst verschollen, 1938 wieder entdeckt). Der Altar, der von griechischen Bildhauern geschaffen wurde, verherrlicht in allegorischen Darstellungen die von dem römischen Kaiser gestiftete restaurative Ordnung.


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