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Römische Tempel

Übersicht

Im 5. Jrh. vor Christus begannen auch die Römer Tempel für ihre Götter zu bauen. Der römische Tempel konnte ein Ort politischer Versammlungen sein, Kunstwerke beherbergen, und sein Podium konnte als Rednertribüne dienen. Er war besonders als Forumstempel enger mit dem öffentlichen Leben verbunden als der griechische Tempel. Er steht auf einem Podium mit frontseitiger Treppe, die Cella, der Kultraum ist oft in der Breite dreigeteilt (Göttertrias) und hat eine ebenso breite wie tiefe Säulenvorhalle. Die späteren römischen Tempel besaßen zudem einen tiefen, weiträumigen und ziemlich offenen Pronaos, die Vorhalle. Römische Tempel sind in der Regel in der Form eines Pseudoperipteros (mit angelehnten Säulen) zu finden. Später kamen dann allerdings auch Rundbauten dazu, zu sehen z.B. in Rom auf dem Forum Boarium. Eine absolute Ausnahmestellung unter den römischen Tempeln ist der Pantheon in Rom, ein Tempel für alle Götter.

Gallo-Römischer Umgangstempel

Der Gallo-Römische Tempel ist eine Besonderheit, die nur in den ehemals von Kelten bewohnten römischen Provinzen anzufinden ist. Deshalb kann man annehmen, daß hier eine keltische Bautradition auch in römischer Zeit fortgeführt wurde. Bis heute sind ca. 350 dieser Tempel bekannt geworden. Das charakteristische Merkmal dieser Tempel ist eine turmartige Cella mit vorgelagertem Umgang, wobei die Cella sowohl rund als auch viereckig sein konnte. Am häufigsten ist aber die viereckige Cella anzutreffen.